Wilhelm-Leibl-Schule
Staatliche Realschule Bad Aibling


Umweltschule

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Umweltministerin ehrt Wilhelm-Leibl-Realschule als Umweltschule in Europa

 Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf würdigt die Arbeit der Realschule mit der Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule für das Schuljahr 2016/17“.

 

Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Die Aiblinger Realschule bewarb sich dabei mit der Schulgarten AG unter Leitung der Biologielehrerin Renate Wenning. Seit einigen Jahren arbeiten Schülerinnen und Schüler freiwillig im Schulgarten. Große Unterstützung erhält die AG dabei von Christa Dengler, der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Bad Aibling. Gemeinsam wird gepflanzt, Unkraut gejätet, Kräuter und Gemüse geerntet und Leckereien daraus gekocht, die dann in der Pause verkauft werden. Herausragendes Projekt in diesem Jahr war die Errichtung eines sog. Nasch-Tipis mit leckeren Himbeeren. Die Schulkinder „erschmecken“ heimische Beeren und lernen so ganz nebenbei, wann Himbeeren reif sind und dass die Ware im Supermarkt von weit hertransportiert werden muss und natürlich längst nicht so lecker schmeckt.

Das zweite Projekt, das die Realschule der Jury präsentierte war „Malen mit Pflanzenfarben aus dem Schulgarten“. Aus Roten Beeten, Spinat und Blaukraut stellte die 6.Klasse Farben her und malte damit Grußkarten, die auf dem Sommerfest verkauft wurden.

Darüber hinaus ist die Schulgarten AG aktiv für den Schutz der Wildbienen tätig: im Winter werden fleißig Insektenhotels gebaut und dann im Schulgelände aufgestellt. Herr Harald Lorenz, der Kreisfachberater für Gartenkultur am Landratsamt ergänzte diese Nistmöglichkeiten durch die Anlage von Wildblumenstreifen. Bereits in diesem Sommer waren Erfolge sichtbar: das Schulgelände der Realschule erblühte, es summte und brummte überall und in den Insektenhotels brüteten Wildbienen!

Für Umweltministerin Ulrike Scharf sind die durchgeführten Projekte wichtig, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern sowie einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Schulalltag leisten. Zudem tragen Umweltschulen durch ihr Engagement dazu bei, einen nachhaltigen, generationengerechten Lebensstil zu entwickeln.

Wie Nachhaltigkeit darüber hinaus im Schulleben verankert ist, wird ebenfalls dokumentiert. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

Schon wieder neuerRekord
348 bayerische Schulen werden in diesem Jahr dieAuszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ erhalten. Das sind wieder deutlich mehr als im Vorjahr (320 Schulen). Für Birgit Feldmann, Landeskoordinatorin im LBV, ist dabei besonders erwähnenswert, dass alle bayerischen Schularten bei dieser Auszeichnung vertreten sind.

Breite Themenpalette
Auch die Bandbreite der gewählten Themen zeigt, mit welcher Kreativität und Fantasie sich die bayerischen Schulen diesem Bereich widmeten: Ob bei der Förderung der biologischen Vielfalt im Schulgarten, beim verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, bei Projekten im Themenbereich „Global denken – lokal handeln“ oder im Rahmen von Aktivitäten zum Thema „Leben im Jahr 2030“ – überall waren die Schülerinnen und Schüler in die Projektentwicklung und -umsetzung mit einbezogen und konnten so hautnah erleben, wie sich ihr Beitrag positiv auf das Schulleben und die Umwelt auswirkt. Einig waren sich alle Beteiligten, dass sich durch diese Projektarbeit viele Kompetenzen und Werthaltungen fördern lassen, die auch weit über den Schulalltag hinaus wichtig sind.

Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ wird jeweils für ein Schuljahr vergeben. Viele Schulen sind schon über 10 Jahre dabei, um das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit konsequent ins Schulprofil einzubauen.

 

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