Wilhelm-Leibl-Schule
Staatliche Realschule Bad Aibling


Erzählerin

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Zauberhafte Geschichten am Vormittag

„Du musst verstehn!

Aus Eins mach’ Zehn,
Und Zwei lass gehn,
Und Drei mach’ gleich,
So bist Du reich.
Verlier’ die Vier!
Aus Fünf und Sechs,
So sagt die Hex’,
Mach’ Sieben und Acht,
So ist’s vollbracht:
Und Neun ist Eins,
Und Zehn ist keins.
Das ist das Hexen-Einmal-Eins!“

(Das Hexeneinmaleins aus Goethes Faust I)

 

Das tapfere Schneiderlein, Rotkäppchen, Die sieben Raben, Schneewittchen, Schneeweißchen und Rosenrot sind nur einige der Märchen, die Jakob und Wilhelm Grimm in ihren Hausmärchen sammelten und veröffentlichten, und die wir und unsere Fünftklässer heute noch kennen. Am Dienstag, den 15. März 2016, entführte die Geschichtenerzählerin Katharina Ritter die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgangsstufe in fantastische Märchenwelten. Darin lebten gute Zauberer, zierliche Prinzessinnen, tapfere Prinzen, aber leider auch abgrundtiefböse Stiefmütter oder der Teufel.

Neben Schneeweißchen und Rosenrot oder Froschkönig, ließ die Erzählerin in einer Quatschgeschichte auch Hans lebendig werden, der seine Gretl besuchte und von ihr eine Nadel geschenkt bekam - zur damaligen Zeit ein sehr wertvolles Geschenk. Da Hans allerdings nicht sehr klug war, steckte er die Nadel in einen Heuhaufen. Auch mit anderen Geschenken seiner Verlobten konnte Hans nicht umgehen, weswegen Gretl, nachdem sie sich selbst als Geschenk angeboten hatte, schließlich Reißaus nahm.

Den Teufel ärgern, dem Tod die Stirn bieten, der Wunsch die Beiden sogar zu besiegen - davon handelten die Geschichten am Mittwoch. Katharina Ritter erzählte den Sechstklässern frei und lebendig vom Gevatter Tod, der Pate eines Kindes wurde - das 13. einer Großfamilie. Als Taufgeschenk brachte er eine kleine Sense, einen Würfel aus Knochen, der das Kind immer gewinnen ließ, und einen Mantel, der unsichtbar machte. Als das Patenkind alt genug war, wurde es Arzt. Auch jetzt unterstützte ihn sein Patenonkel: Sollte ein Patient weiterleben, stand der Tod am Fußende. Sollte er aber sein Leben verlieren, stand er am Kopf des Kranken. Sein kluges Handeln verschuf dem Arzt einen ausgezeichneten Ruf. Doch der Herr über Tod und Leben dachte nicht daran, dass sich sein Patenkind in die schöne, aber totkranke Prinzessin des Landes verlieben könnte. Ob er den Gevatter Tod besiegen und seine Prinzessin retten konnte, kann man bei den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm nachlesen ... Nachdenklich gemacht hat die Geschichte über Leben und Tod die kleinen, aber auch die großen Zuhörer sicherlich.

Doch eins ist über den Ausgang der Geschichte sicher:

Wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.

 

Maria Bischoff

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