Wilhelm-Leibl-Schule
Staatliche Realschule Bad Aibling


Nanotechnologie

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Schule einmal anders
Nanotechnologie zum Anfassen

 

Zwei Referenten von der Initiative Junge Forscher faszinierten einen Vormittag lang rund 200 Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Leibl-Realschule mit diesem hochaktuellen Thema.

In einer einführenden eindrucksvollen Präsentation wurden die Grundlagen dieser Wissenschaft und auch ihre Namensherkunft erläutert. Ein Nanometer (Nano, griechisch Zwerg) ist ein milliardstel Meter und damit eine unvorstellbar kleine Maßeinheit. Zur Veranschaulichung: ein Fingernagel wächst in einer Sekunde einen Nanometer. Dinge im Nanometerbereich verhalten sich völlig anders als im Alltag gewohnt. Gold beispielsweise, gleichgültig ob als Barren, Kette oder Ring, hat für uns stets die gleiche Farbe. Nanogoldpartikel jedoch zeigen die Farbe Grün. So wurde den Schülerinnen und Schülern anschaulich vor Augen geführt, dass die Eigenschaften eines Stoffes (Farbe, Härte, elektrische Leitfähigkeit...) stark abhängig sind von seiner Größe, was ein immenses Anwendungsfeld für die Nanotechnologie eröffnet.

In der Folge wurden Beispiele aus der Praxis vorgestellt: Entwicklung der Bluray mit mehr als 35-facher Speicherkapazität im Vergleich zu einer CD, Mikroprozessoren, die Milliarden von Transistoren auf kleinstem Raum beinhalten, oder des nur 20kg leichten „Wasserrucksacks“, der die Trinkwasseraufbereitung in Katastrophengebieten für 500 (!) Menschen bis zu einem Jahr lang sicher stellen kann. Auch die vielversprechende Krebstherapie mit Nanoeisenpartikeln und die Aussicht auf zusammenrollbare Smartphones stießen auf größtes Interesse.

Im Anschluss an den Vortrag wurde einem Teil der Schülerinnen und Schüler das Raster-Kraft-Mikroskop, ein Instrument, mit dem Strukturen im Nanometerbereich sichtbar gemacht werden können, vorgestellt. Der genauen Erklärung und Erarbeitung seiner Funktion folgten Demonstrationsexperimente, so z.B. das Sichtbarmachen der Oberflächenstruktur einer CD.

Parallel hierzu führte eine andere Gruppe von Schülerinnen und Schülern selbstständig Versuche zur Nanotechnologie durch. Beispielsweise erzeugten sie eine wasserabweisende Beschichtung („Lotuseffekt“) und lernten weitere unbekannte Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie im Alltag kennen (selbstdesinfizierende Wundpflaster, Sonnencreme mit UV-Licht reflektierenden Pigmenten, Schwangerschaftstest...).

Abschließend informierten die Referenten noch über Berufsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Nanotechnologie und gaben den Schülerinnen und Schülern zahlreiche diesbezügliche Tipps mit auf den Weg.

Dieter Lorenz

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