Wilhelm-Leibl-Schule
Staatliche Realschule Bad Aibling


Nachteilsausgleich/Notenschutz

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Sehr geehrte Erziehungsberechtigte, liebe Eltern,

am 01. August 2016 trat die neue Schulordnung für schulartübergreifende Regelungen in Bayern (Bayerische Schulordnung – BaySchO) in Kraft.

In den Paragraphen 31 bis 36 werden die gesetzlichen Grundlagen zum Nachteilsausgleich sowie zum Notenschutz, u.a. auch bei einer Lese-Rechtschreibstörung, neu geregelt.

Was bis zum Schuljahr 2015/16 im schulischen Zusammenhang unter Lese-Rechtschreib­schwäche (LRS) und Legasthenie geführt wurde, wird nun Lese-Rechtschreib-Störung genannt. Selbstverständlich gibt es weiterhin auch die isolierten Formen der Rechtschreib- oder Lesestörung.

Es wird darauf hingewiesen, dassgemäß §§ 31 – 34 BaySchO beim Übertritt an eine Staatliche Realschule erneut bei der zuständigen Schulleitung ein schriftlicher Antrag auf Nachteils­ausgleich und/oder Notenschutz wegen einer bestehenden oder vermuteten Lese-Rechtschreib-Störung gestellt werden muss. Das Gleiche gilt für den Fall, dass der Bescheid des Schulleiters aus dem vorherigen Schuljahr seine Gültigkeit verliert. Ein entsprechendes Antragsformular finden Sie auf der Homepage der Wilhelm-Leibl Realschule.

Für die diagnostische Untersuchung können Sie sich entweder an einen Kinder- und Jugendpsy­chiater, eine Beratungsstelle (z. B. Caritasberatungsstelle) oder an die für Sie zuständige Schulpsychologin, Frau Maierhofer, wenden. In jedem Fall fertigt Frau Maierhofer auf der Grundlage der erhobenen Daten eine schulpsychologische Stellungnahme an. Diese wird an die Schulleitung weitergeleitet, die dann den neuen Bescheid über die Gewährung von Nachteils­ausgleich und/oder Notenschutz verfasst. Die konkreten Maßnahmen richten sich nach Eigenart und Schwere der Beeinträchtigung.

Zwischen folgenden Maßnahmen wird unterschieden:

  • Individuelle Unterstützung: Sie umfasst pädagogische, didaktisch-methodische und schulorganisatorische Maßnahmen sowie die Verwendung technischer Hilfen. Sie wird durch die einzelne Lehrkraft gewährt, soweit nicht eine Leistungsfeststellung berührt wird. (Bsp.: Arbeitsblätter in vergrößerter Schrift)
  • Maßnahmen des Nachteilsausgleich: Ein Nachteilsausgleich soll die wesentlichen Leistungsanforderungen wahren, die sich aus den allgemeinen Lernzielen und zu erwerbenden Kompetenzen der jeweils besuchten Schulart und Jahrgangsstufe ergeben, und ist auf die Leistungsfeststellung begrenzt. Er wird von der Schulleitung festgelegt. Es erfolgt keine Zeugnisbemerkung. (Bsp.: Zeitzuschlag)
  • Maßnahmen des Notenschutzes:Notenschutz wird dann notwendig, wenn die Maßnahmen des Nachteilsausgleichs nicht mehr ausreichen. Er erstreckt sich auf die Bewertung von einzelnen Leistungsnachweisen, die Bildung von Noten in Zeugnissen, die Bewertung der Leistungen in Abschlussprüfungen und die Festsetzung der Gesamtnote. Er wird von der Schulleitung festgelegt und führt zu einer entsprechenden Zeugnisbemerkung. (Bsp.: Auf die Bewertung der Rechtschreibung wird verzichtet.)

Der Verzicht bzw. der Rücktritt vom Notenschutz ist (ab Schuljahr 2017/18) spätestens innerhalb der ersten Woche nach Schulbeginn zu erklären. Ein erneuter Antrag auf Notenschutz kann dann erst wieder im darauf folgenden Schuljahr gestellt werden. Ein Verzicht auf Nachteilsausgleich ist jederzeit möglich.  (Ein entsprechendes Formular kann von der Homepage heruntergeladen werden.)

Bei Fragen wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die stellvertretende Schulleiterin, Frau Kieweg, oder an die Schulpsychologin, Frau Maierhofer.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Ursula Endler-Hoehne, Schulleiterin

 

Formular -  Neuantrag Nachteilsausgleich/Notenschutz
Formular - Verzicht Nachteilsausgleich/Notenschutz

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